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Garantiebestimmungen

GEWÄHRLEISTUNGSRECHT
Seit dem 1. 1. 2002 ist das neue Gewährleistungsrecht in Kraft. Es ist für den Fahrradhändler in
seinem Verhältnis zu seinem Kunden wie auch zu seinem Lieferanten gleichermaßen von Bedeutung.

 

Hierzu einige genauere Erklärungen:
1. Ansprüche des Käufers wegen Mängel der Sache verjähren entsprechend dem neuen Gewährleistungsrecht
nach zwei Jahren ab Lieferung der Sache (§ 428 Abs. 1 Nr. 3 BGB). Die
Geltendmachung der Ansprüche ist allerdings nur nach Vorlage eines Kaufbeleges möglich!
Innerhalb der ersten 6 Monate ab Übergabe der Kaufsache wird bei Auftreten eines Mangels
gesetzlich vermutet, daß der Mangel bereits bei der Übergabe vorlag, und der Käufer
muß dies nicht beweisen. Der Verkäufer muß vielmehr beweisen, daß bei der Übergabe kein
Mangel vorlag. Diese gesetzliche Regelung erleichtert dem Käufer innerhalb von 6 Monaten
den Nachweis eines Mangels erheblich. Nach Ablauf von 6 Monaten seit der Übergabe der
Kaufsache ist gem. § 476 BGB der Käufer dafür beweispflichtig, daß der Mangel bereits bei
der Übergabe vorlag.


2. Gem. § 437 BGB kann der Käufer einer mangelhaften Sache zunächst nur die Beseitigung
des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache verlangen (Nacherfüllung). Der
Verkäufer kann die vom Käufer gewählte Art der Nacherfüllung verweigern, wenn diese nur
mit unverhältnismäßigen Kosten möglich ist. Dabei sind insbesondere der Wert der Sache in
mangelfreiem Zustand, die Bedeutung des Mangels und die Frage zu berücksichtigen, ob auf
die andere Art der Nacherfüllung ohne erhebliche Nachteile für den Käufer zurückgegriffen
werden könnte.


3. Ist die Nacherfüllung fehlgeschlagen, kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten oder den
Kaufpreis mindern. Die Nacherfüllung ist gem. § 440 BGB in der Regel erst nach dem erfolglosen
zweiten Versuch der Nachbesserung fehlgeschlagen. Entscheidet sich der Käufer für
den Rücktritt vom Vertrag, hat er die mangelhafte Sache zurückzugewähren und Wertersatz
für die gezogene Nutzung zu leisten. Für die Ermittlung des Wertes der Nutzung kommt es
auf die zeitweilige lineare Wertminderung im Vergleich zwischen tatsächlicher Gebrauchsdauer
und voraussichtlicher Gesamtnutzungsdauer an. Der Kaufpreis wird durch die voraussichtliche
Gesamtnutzungsdauer geteilt und der sich hieraus ergebende Monatssatz mit der
tatsächlichen Nutzung multipliziert. Das Ergebnis wird dann nochmal mit 5 multipliziert, da
der Wertverlust bei einem Fahrrad, ähnlich wie bei einem Auto, in den ersten 6 Monaten mit
einem Faktor 3–5 zu bewerten ist.


4. Für Schäden, die durch unsachgemäße Verwendung und Behandlung des Kaufgegenstandes
entstanden sind, besteht kein Gewährleistungsanspruch. Gleiches gilt bei „gewolltem Verschleiß“.
Je nach Einsatz kann ein Fahrrad, z.B. wenn ein Käufer damit ständig von 2 m hohen
Palettenstapeln Trialsprünge macht, durchaus schon nach einem halben Jahr „verbraucht“
sein, ohne daß ein Sachmangel vorliegt, der Gewährleistungsansprüche auslösen würde.


5. Mängelansprüche bestehen nicht:
• für Schäden, die auf natürlichem Verschleiß (Bereifung, Lichtanlage, Bremsbeläge, Kette und
Zahnkranz etc.) oder auf unsachgemäßer Behandlung (Reinigung des Fahrrades mit einem
Hochdruckreiniger bzw. Dampfstrahler) wie auf übermäßige Belastung (unsachgemäßen Gebrauch
oder wettkampfmäßigen Einsatz des Produktes) beruhen.
• für branchenübliche, technologisch begründete Abweichungen in den Maßen, der Form sowie
nicht behebbare, in der Natur des Materials liegende Farbabweichungen und für genaue
Übereinstimmungen mit Farbmustern.
• für Schäden, die durch fehlerhafte Montage durch den Käufer entstanden sind.
• für Reifenschäden, soweit kein Materialfehler von Reifen, Schlauch und Felgenband vorliegt.
• für Roststellen durch fehlende Wartung (z.B. Flugrost, wenn das Rad immer draußen steht).
• für Lackkratzer durch normalen Verschleiß während der Nutzung.
• für ausgeblichene Materialien, die durch Sonneneinstrahlung, Schweiß, Reinigungsmittel etc.
verursacht worden sind.
• für Speichenbrüche.

Weitere Informationen über Mängelansprüche und Verschleißteile entnehmen Sie bitte unserem Serviceheft.
Für Reparaturen in der Fahrradwerkstatt bedeutet dies, dass der Reparaturvorgang von Nachbesserungen
mit jedem eingesetzten Teil genau dokumentiert werden sollte. Dies um so mehr, da
hier nicht nur das Gewährleistungsrecht, sondern in gleichem Maße noch das Produkthaftungsgesetz greift.

 

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